|
Sechs junge Menschen siedelten sich nach Ende des 2.
Weltkrieges in Daugavpils im Südosten der lettischen
Sowjetrepublik in der Hoffnung auf einen Neuanfang
an. Sie alle kehrten aus der Hölle der deutschen
Konzentrations- und Zwangsarbeitslager zurück
und mussten nun erfahren, dass sie als Vaterlandsverräter
galten: "Ihr habt die Bomben gebaut, die auf sowjetische
Städte gefallen sind." Erst mit Beginn der Perestroika
begannen sie, offen über die Zeit in Deutschland
zu sprechen. Die meisten von ihnen wart en bislang
vergeblich auf die aus Deutschland versprochene
schnelle Entschädigung. Und trotzdem haben sie
den Glauben in die schönen Seiten des Lebens nie
verloren. Das "Märchen vom Fischlein" gewährt
als poetisches Porträt Einblick in den Alltag
und die Gefühlswelt seiner Protagonisten und erzählt
von den Wünschen, die sie heute, am Ende ihres
Lebens, "ihrem" goldenen Fischlein vortragen würden.
|